Nächster Schritt in die Zukunft

15.04.2021

 

5 Männer stehen an einer Baustelle

Homeoffice, Homeschooling oder Internet-Streaming – in den letzten Monaten hat sich der Alltag vieler Menschen auch am Niederrhein verändert. Wer hier nicht abgehängt sein will, der benötigt schnelle und stabile Internetverbindungen. Auf die warten bundesweit viele Bürger gerade in ländlichen Gebieten sehnsüchtig. In der Wir4-Region der Städte Kamp-Lintfort, Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg verschwinden die sogenannten weißen Flecken mit Übertragungsraten unter 30 Megabit zusehends. Seit Herbst läuft hier der mit rund 29 Millionen Euro durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen geförderte Ausbau des Breitbandnetzes auf Hochtouren. Bis 2023 wird die hierzu beauftragte Deutsche Telekom die meisten der förderfähigen rund 4.000 Haushalte, 300 Unternehmen und 66 Schulstandorte an die Datenautobahn anschließen. Martin Philipp, Leiter des zuständigen Bereiches bei der Technik der Deutschen Telekom, zeigte sich bei einem Ortstermin mit Stefan Krämer, dem Vorstandsvorsitzenden der den Ausbau für die vier Städte koordinierenden ENNI Stadt & Service Niederrhein (ENNI) und Bürgermeister Ralf Köpke in der Luiter Straße 23 in Neukirchen-Vluyn zuversichtlich, dass dies auch gelingt. Seit März arbeitet die Deutsche Telekom hier bereits im dritten von insgesamt neun Ausbauclustern. „Wir kommen trotz des zwischenzeitlichen Wintereinbruchs gut voran“, resümiert Philipp die ersten Monate. „Natürlich ist der Start in Neukirchen-Vluyn für unsere Stadt zukunftsweisend“, zeige dies laut Bürgermeister Ralf Köpke auch das mit knapp 85 Prozent sehr hohe Interesse der Bürger an den derzeit kostenlosen Netzanschlüssen. „Auch für unsere elf Schulen sind hohe Bandbreiten die Basis für einen funktionierenden Schulbetrieb“, habe dies der Lockdown allen noch einmal vor Augen gehalten. So dankte Köpke neben der Telekom auch Stefan Krämer, dass der Ausbau nun in seiner Stadt laufe. „ENNI vertritt die Kommunen im aufwändigen Förderverfahren und übernimmt mit der Erfahrung im Breitbandgeschäft eine wichtige koordinierende Rolle, die wir allein nur schwer hätten stemmen können.“

Im Herbst hatte die Deutsche Telekom mit dem Ausbau der Wir4-Region begonnen. Der Ausbauplan sieht vor, dass sich das Unternehmen vom Moerser Süden aus sukzessive nach Norden bis zu den Rheinberger Ortsteilen Borth und Wallach vorarbeitet. Bis zum Frühjahr 2023 wird die Deutsche Telekom rund 880 Kilometer Glasfaserkabel in der FTTH-Technologie (Fiber To The Home) bis in die Häuser verlegen. Das sichert Übertragungsraten von bis zu 1.000 Megabit. In Moers sind die Arbeiten in den geförderten Bereichen von Kapellen, Holderberg und Vennikel bereits weit fortgeschritten. „Hier sind rund 70 Prozent der insgesamt 565 potentiellen Gebäude schon an das Breitbandnetz angeschlossen“, könnten sich laut Ressortleiter Philipp bislang unentschlossene Eigentümer nur während des Ausbaus in den einzelnen Clustern noch den kostenlosen Anschluss ihrer Häuser sichern. „Insgesamt ist das Interesse aber schon jetzt deutlich über den Erfahrungen in anderen Kommunen des Kreises Wesel“, hätten sich laut Stefan Krämer über das gesamte Ausbaugebiet bereits rund 80 Prozent aller Eigentümer für das Breitband entschieden. „Ich kann nur empfehlen, sich noch schnell bei der Telekom zu melden und so die Kosten von rund 800 Euro zu sparen“, steigere dies laut Krämer auch den Wert der Immobilie. Die Deutsche Telekom wird nun bis Juli 2022 in den Neukirchen-Vluyner Ausbaugebieten rund 40 Kilometer im Tiefbau arbeiten, über 40 Verteilerschränke aufbauen und bis zu 500 Gebäude an das Breitbandnetz anschließen. „In den ersten Bereichen von Kamp-Lintfort und Rheinberg geht es dann parallel voraussichtlich ab April los“, würden Telekom und ENNI hierfür weiter Hand in Hand arbeiten.

Weitere Informationen zum Breitbandausbau gibt es auf www.enni.de, auf www.telekom.de/wir4-region und auf www.telekom.de/glasfaser. Fragen beantwortet auch die Hotline der Telekom unter 0800 77 33 888.