Neue Gesichter für das Quartiersmanagement Neukirchen

30.07.2020

 

Seit 2015 läuft im Dorf Neukirchen die Umsetzung der Maßnahmen aus dem sogenannten „Integrierten Handlungskonzept“ (IHK). Mit Fördermitteln des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung werden städtebauliche Maßnahmen wie die Erneuerung der Hochstraße möglich. Dazu kommen zwei weitere Facetten: Die baufachliche Beratung für Anwohner des Ortskerns und die inklusive Quartiersentwicklung. Seit Ende letzten bzw. Anfang dieses Jahres werden diese Funktionen von Simon Flick und Katrin Ziemer sowie Ilka Mainka wahrgenommen.

„Das Integrierte Handlungskonzept für das Dorf Neukirchen befasst sich mit mehreren Aspekten der Stadterneuerung“, erläutert Sabrina Daubenspeck aus dem Stadtmarketing. „Es geht einmal um die Profilierung und Aufwertung des öffentlichen Raumes im Sinne einer Ortskernentwicklung. Dazu zählen öffentliche und private Baumaßnahmen.“ Cornelia Hüsch, Leiterin des Amts für Bildung, Kultur, Sport und Soziales ergänzt: „Die Förderung des Sozialen ist die andere Seite: Kulturangebote ermöglichen und bürgerschaftliches Engagement stärken unter Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen ist die Aufgabe der integrativen Quartiersentwicklung.“ Das IHK bedient einen geographisch abgegrenzten Bereich rund um die Dorfmitte.

Die Aufgabe der Quartiersentwicklung nimmt seit April 2020 Ilka Mainka wahr. Sie ist beim Kooperationspartner des Integrativen Handlungskonzeptes, dem Caritasverband Moers-Xanten e. V., angesiedelt. Die Diplom-Sozialwirtin ist die „Kümmerin“ im Projektzimmer: Sie berät und vernetzt Aktive aus dem Dorf und stößt neue Dinge an. Zu den bisherigen Projekten der Quartiersentwicklung zählten beispielsweise der „Markt der Möglichkeiten“, eine Art Wochenmarkt mit verschiedenen Mottos, der von Ehrenamtlichen gestaltet wurde. Weitere Aktionen sind die neue Open Air-Veranstaltungsreihe gemeinsam mit Stadtbücherei, Stadtverwaltung und Stadtjugendring oder die Smartphone-Sprechstunde. „Durch Corona sind viele Dinge auf Eis gelegt worden. Ich möchte langsam wieder beginnen, im Rahmen der Möglichkeiten des Coronaschutzes aktiv zu sein. So wird ab September die Wohn- und Seniorenberatung wieder starten. Auch die Taschengeldbörse, bei der Jugendliche Kleinigkeiten für Mitmenschen erledigen, soll reaktiviert werden. Neu ist das Format der Montagsspaziergänge durch das Dorf, bei dem man eine Stunde lang spaziert und dabei Klönen kann.“

Für die baufachliche Beratung im Quartier ist Simon Flick (Höcker Project Managers GmbH) zuständig. Gemeinsam mit Kollegin Katrin Ziemer steht er mit Rat und Tat zur Seite, wenn Anwohner der Ortsmitte Neukirchen ihre Gebäude sanieren wollen. Das sogenannte „Hof- und Fassadenprogramm“ von Bund, Land und Stadt Neukirchen-Vluyn erlaubt im Rahmen des Förderprogramms „Kleinere Städte und Gemeinden“ die Förderung privater Investitionen – von Eigentümern und Mietern. Ob eine Fassaden- oder Dachsanierung, Begrünung oder Entsiegelung von Flächen oder Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit – die Fördermöglichkeiten sind vielfältig. „Zwischen 1.000 und 15.000 Euro können Privatleute für ihre Vorhaben erhalten“, berichtet Flick. Der Zuschuss liegt bei maximal 50 Prozent der Gesamtkosten. 14 Projekte wurden bereits abgeschlossen, dazu zählen u. a. ein Mehrfamilienhaus am Grafschafter Platz, dessen Fassade saniert wurde, oder Eingangsbereich und Carport eines Privathauses an der Lindenstraße. Weitere neun Projekte sind in der Planung. „Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Anliegen fördern zu lassen. Rund 100.000 Euro können bis Ende 2021 noch vergeben werden.“ Zusätzlich können aus dem sogenannten „Verfügungsfond“ Projekte umgesetzt werden, die der Öffentlichkeit dienen oder das Dorf verschönern. Die im Mai angeschafften Pflanzkübel für die Hochstraße sind ein Beispiel dafür. Für beide Fördermöglichkeiten steht Simon Flick als Ansprechpartner bereit und hilft bei der Antragstellung. „Ich freue mich über jede Anfrage und helfe gerne dabei herauszufinden, welche Unterstützung in Anspruch genommen werden kann.“

 

Kontakt:

Inklusive Quartiersentwicklung

Ilka Mainka, Caritasverband Moers-Xanten e.V.

Sprechstunde: dienstags, 10-12 Uhr, Projektzimmer Hochstraße 1m

Mobil: 0176 15430020

E-Mail: ilka.mainka@caritas-moers-xanten.de

 

Baufachliche Beratung

Katrin Ziemer und Simon Flick, Höcker Project Managers GmbH

Sprechzeit: dienstags 12 – 18 Uhr, Projektzimmer Hochstraße 1m

Telefon: 0160/5 34 39 69

E-Mail: simon.flick@hoecker-pm.com