Häufig gestellte Fragen


Bei allen baulichen Veränderungen ist es sinnvoll, sich im Vorfeld bei der Bauaufsicht zu informieren. Die Kontaktdaten finden Sie hier.  

Auch wenn es sich nach der Bauordnung um ein genehmigungsfreies Vorhaben handelt, kann im Geltungsbereich eines einzelnen Bebauungsplanes eine andere Festlegung festgesetzt sein.

Wie groß darf ein Gartenhaus sein?
Antwort: Genehmigungsfrei sind Gartenhäuser bis zu einer Größe von 75 m³ (§ 62 Bauordnung Nordrhein-Westfalen BauO NRW). Zu dem umbauten Raum werden die überdachten Veranden dazu gerechnet. Bitte erkundigen Sie sich im Vorfeld beim Planungs- und Bauordnungsamt, ob andere öffentlich-rechtlichen Festsetzungen der Errichtung eines Gartenhauses entgegen sprechen könnten.

Wie hoch darf eine Einfriedigung sein?
Genehmigungsfrei darf eine Einfriedigung bis 2,0 m sein (§ 62 BauO NRW). Auch hier gilt: Sinnvoll ist es, sich vorher beim Planungs- und Bauordnungsamt zu erkundigen, ob durch vorhandenes Ortsrecht weitere Festsetzungen zu berücksichtigen sind. Beachten Sie hier bitte auch die Bestimmungen des Nachbarschaftsrechts.

Ist eine Terrassenüberdachung genehmigungsfrei?
Eine Terrassenüberdachung bis 30 qm und einer Tiefe von 4,5 m ist genehmigungsfrei (§ 62 BauO NRW), wenn andere öffentlich-rechtlichen Festsetzungen nicht dagegen sprechen, z. B. Festsetzungen eines Bebauungsplanes.

Was darf ich an die Grenze bauen?
Ohne eigene Abstandflächen an der Grenze zulässig sind:

  • Garagen
  • Gebäude ohne Aufenthaltsräume bis 30 m³
  • Überdachte Tiefgaragenzufahrten bis 30 m³
  • Aufzüge zu Tiefgaragen bis 30 m³

Die mittlere Wandhöhe darf 3,0 m nicht überschreiten. Die Gesamtlänge der Bebauung darf je Nachbargrenze 9,0 m und auf einem Grundstück zu allen Nachbargrenzen insgesamt maximal 15,0 m betragen.

Sind Stellplätze notwendig bzw genehmigungsfrei?
Stellplätze bis 100 qm sind genehmigungsfrei, sofern nicht weitere öffentlich-rechtliche Vorschriften dagegen sprechen.
Mit der Novellierung der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW 2018) können gemäß § 48 Abs. 3 BauO NRW Gemeinden unter Berücksichtigung der örtlichen Verkehrsverhältnisse regeln, ob und in welchem Umfang und in welcher Beschaffenheit bei der Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von Anlagen, bei denen ein Zu- und Abgangsverkehr zu erwarten ist, geeignete Garagen oder Stellplätze für Kraftfahrzeuge und Fahrradabstellplätze errichtet werden müssen.

Die Stadt Neukirchen-Vluyn hat seit dem 01.08.2019 eine eigene Satzung hierzu. Die Stellplatzsatzung mit den aktuellen Richtzahlen finden Sie hier. Im Einzelfall können in bestimmten Bereichen auch Stellplätze abgelöst werden. Die Stellplatzablösesatzung sowie die dazu überarbeiteten Pläne geben weitere Auskunft zu dieser Fragestellung.