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Windzeichnung von Danuta Karsten

Windzeichnung - eine temporäre Kunstinstallation von Danuta Karsten

Mit „Windzeichnung“ hat die Künstlerin Danuta Karsten die Jury des Kunstwettbewerbs „RAUSSICHT – FREIRAUM:WANDEL“ überzeugt. Sie erschafft ein bewegtes Kunstwerk aus Farbe, Licht und Luft, das raumumspielend mit dem Wind und dem Hallenhaus als eigenem Kunstwerk der Künstlergruppe Observatorium (Rotterdam) in Dialog tritt. Die temporäre Installation lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich mit den Kräften der Natur und den Veränderungen der Region auf neue Weise auseinanderzusetzen. Die Installation aus leuchtend orangenen Gewebestreifen zieht bereits von Weitem die Blicke auf sich. 

„Windzeichnung“ spielt mit den natürlichen Elementen vor Ort: Die flexiblen Streifen reagieren auf den Wind und schaffen ein ständig wechselndes Bild – eine lebendige Zeichnung in der Landschaft. Die Arbeit versteht Wandel als reale Bewegung und ist eine Hommage an Transformation, Freiraum und Erinnerung. 

Bis mindestens Ende September, je nach Wetterlage auch bis in den Oktober hinein, ist die Großinstallation auf der Halde zu sehen. Über die städtische Website und den Social Media Kanälen informieren wir Sie rechtzeitig über den Abbau. Bitte beachten Sie, dass das Hallenhaus zum Schutz der hitzeempfindlichen Stoffbahnen des Kunstwerks aktuell nicht beleuchtet wird.

Fotos der Kunstinstallation sind weiter unten auf der Seite zu finden.

 

Zur Künstlerin

Danuta Karsten aus Recklinghausen ist eine renommierte und vielfach ausgezeichnete Zeichnerin, Bildhauerin und Installationskünstlerin. Nach Ihrer künstlerischen akademischen Ausbildung veröffentlichte Sie international zahlreiche Projekte und Kunstwerke.

Mehr Informationen zur Künstlerin: www.danutakarsten.com

Passende Fotos sind weiter unten auf der Seite abrufbar.

 

Fotowettbewerb

Die Stadt Neukirchen-Vluyn lädt mit einem Fotowettbewerb dazu ein, die „Windzeichnung“ in all ihren Facetten und Details stimmungsvoll einzufangen oder kreativ zu inszenieren. Hobby- und Berufsfotografen sind gleichermaßen aufgerufen, ihre Fotos der Installation einzusenden. 

Unterschieden werden dabei drei Kategorien: Laie, Profi und Inszenierung. Ob künstlerische Darstellung, Spiel mit Licht, Farben und Proportionen oder eine Interaktion im passenden Outfit – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

An dieser Stelle werden Sie ab dem 01.09.25 ein Online-Formular zum Upload Ihrer Bilder finden.

Bilder in druckfähiger Auflösung können interessierte Fotografinnen und Fotografen bis Ende September 2025 einreichen. Unter allen Fotografinnen und Fotografen werden drei Sachpreise verlost. 

Wer Fotos des Kunstwerkes in seinen Beiträgen oder Storys auf Instagram oder Facebook teilt, ist dazu eingeladen, die Profile der Stadt Neukirchen-Vluyn @neukirchenvluyn.de (Instagram) oder Neukirchen-Vluyn.de (Facebook) zu markieren, damit das Stadtmarketing die Aufnahmen reposten kann.

Die Stadt weist darauf hin, dass die „Windzeichnung“ zwar zur Interaktion einlädt, das Kunstwerk durch aber keinen Schaden nehmen darf. Zum Schutz des Kunstwerks und der hitzeempfindlichen Materialien wird das Hallenhaus aktuell nachts nicht beleuchtet, da die Strahler zu heiß werden.

 

Aufbau und Eröffnung

Am Freitag, den 4. Juli 2025, wurde um 18 Uhr auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn die neue Großinstallation „Windzeichnung“ der renommierten Künstlerin Danuta Karsten feierlich eingeweiht. Rund 70 Personen, darunter geladene Gäste, interessierte Besuchende der Halde, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Stadtverwaltung, nahmen an der Veranstaltung teil. Musikalisch wurde die „Windzeichnung“ mit der armenischen Duduk und dem Saxophon von André Meisner untermalt. Die Installation ist bis Herbst 2025 zu sehen.

Fotos der Eröffnung sind am Ende der Seite abgebildet.

 

Begleitformate

Im Rahmen der temporären Kunstinstallation „Windzeichnung“ sind weitere Begleitformate geplant, über die wir Sie an dieser Stelle informieren.

Kreativworkshop am Hallenhaus

Am Sonntag, den 24.8.2025 von 14:00 bis 17:00 Uhr bietet die Künstlerin vor Ort einen kreativen Workshop an: „Mein Traumhaus im Wind“.

Kinder und Familien aller Altersklassen beschäftigen sich kreativ mit der Idee von Behausung, Wind und persönlichem Raum. Zunächst entstehen individuelle Zeichnungen auf großformatigem Papier. Im Anschluss wird gemeinsam mit orangeroter, wasserlöslicher Sprühkreide ein überdimensionales Bodenbild auf der Schotterfläche neben dem Hallenhaus entstehen. Sichtbar, vergänglich, gemeinschaftlich! Der kunstpädagogische Workshop ist ein Herzensprojekt von Danuta Karsten, die nicht nur freischaffende Künstlerin ist, sondern auch selbst unterrichtet.

Der Workshop ist kostenfrei, alle benötigten Materialien werden gestellt. Ein besonderes Dankeschön gilt der Firma RENTZ Baubedarf aus Neukirchen-Vluyn, die die Sprühkreide zur Verfügung stellt.

Zur besseren Planbarkeit wird um Voranmeldung unter Angabe von Namen, Personenzahl und Telefonnummer gebeten, unter stadtmarketing@neukirchen-vluyn.de oder 02845 391230. Der Workshop wird fotografisch begleitet. Bei starkem Regen oder Sturm wird der Workshop verschoben.


RAUSSICHT – FREIRAUM WANDEL Hintergrund zur Ausschreibung

Die Installation ist Teil des städtischen Langzeitprojekts „Land der Flunen“. 

Nach dem Auftakt 2022 mit der überregional erfolgreichen Hallenhaus-Installation „Kathedrale des Windes“ von Jens J. Meyer hat Danuta Karsten die Ausschreibung der Stadt Neukirchen-Vluyn und des Sponsorenkreises Wirtschaft & Kultur 2025 gewonnen.

16 Künstlerinnen, Künstler und Kunstgruppen haben Ihre Entwürfe zum Motto „RAUSSICHT – FREIRAUM:WANDEL“ für eine temporäre Kunstinstallation am Hallenhaus auf der Halde Norddeutschland, ein Kunstwerk der Künstlergruppe OBSERVATORIUM (Rotterdam), eingereicht. Eine Fachjury, bestehend aus der Kunsthistorikerin und Kuratorin Ariane Hackstein, Prof. Nicolas Beucker, public & social design Hochschule Niederrhein, dem Kulturbeauftragten Rüdiger Eichholtz und dem Künstler der „Kathedrale des Windes“ Jens J. Meyer, hat die Einsendungen bewertet. Nach den Kriterien der Konzeptidee, der technischen Umsetzung und der Attraktivität als touristischen Anziehungspunkt wurde beurteilt. Weitere Extrapunkte, z.B. für einen regionalen Bezug und den Aspekt der Nachhaltigkeit, galt es außerdem zu vergeben. Die Einreichungen waren vielfältig und sehr qualifiziert. Zwischen Diskokugeln im Hallenhaus, einer optischen Überwucherung, der Umgestaltung vom Hallenhaus zum Spielplatz und vielen weiteren Interpretationen des Themas hatte die Jury die Qual der Wahl.

Mit „Windzeichnung“ hat die Künstlerin Danuta Karsten die Jury überzeugt. Sie erschafft ein bewegtes Kunstwerk aus Farbe, Licht und Luft, das raumumspielend mit dem Hallenhaus und dem Wind in Dialog tritt. Die temporäre Installation lädt Besucherinnen und Besucher ein, sich mit den Kräften der Natur und den Veränderungen der Region auf neue Weise auseinanderzusetzen -  eine Hommage an Transformation, Freiraum und Erinnerung.

 

Wissenswertes zum Hallenhaus

Der Blick von der Halde Norddeutschland aus 102 Meter Höhe zeigt: In der ehemaligen Zechenstadt Neukirchen-Vluyn im Kreis Wesel treffen sich wirklich Niederrhein und Ruhrgebiet. Unberührte Natur und Kleinstadt auf der einen, urbane Atmosphäre und Industriecharme auf der anderen Seite prägen die Umgebung der kleinen Mittelstadt mit rund 28.000 Einwohnern. Neukirchen-Vluyn hat einiges zu bieten: Zwei charmante Ortsteile mit vielen Gemeinsamkeiten und Unterschieden, die die Stadt so besonders machen, verbunden durch das Gelände der 2001 stillgelegten Zeche Niederberg. Die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen in Neukirchen-Vluyn eine besonders große Rolle, so war die Stadt eine der ersten Kommunen, die eine kommunale Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt hat.

Die Halde Norddeutschland ist eine ehemalige Bergehalde des früheren Bergwerks Niederberg. Echte Besuchermagnete auf der rund 102 Meter hohen Aufschüttung sind die Landmarken “Hallenhaus” und “Himmelstreppe”. Das 2006 errichtete “Hallenhaus” ist ein Kunstwerk der Künstlergruppe Observatorium (Rotterdam). Das Stahlgerüst thront an exponierter Stelle auf dem Haldentop und ist gut sichtbar von der A57 und der Geldernschen Straße. Die Landschaftsarchitekten WES & Partner (Hamburg) schufen die “Himmelstreppe”. Zusammen haben die Künstler und Landschaftsarchitekten die Halde Norddeutschland als Ort der Stille geplant.

„Leere und Stille können schwer zu gestalten sein, und wenn diese Eigenschaften vorhanden sind, muss das Design darauf abzielen, sie zu schützen. Für diese Region, in der riesige Kraftwerke mit historischen Bauernhäusern verschmelzen, ist das unvollendete Gebäude ein Symbol für Veränderung und Optimismus.“ - Künstlergruppe Observatorium und WES & Partner, Landschaftsarchitektur 2002

Das Skelett des Hallenhauses wird einerseits als Verweis auf die Vergangenheit der Landwirtschafts- und Industriearchitektur unserer Region verstanden, andererseits steht es als Symbol für den Strukturwandel. Das Hallenhaus besteht aus Modulen unterschiedlich geformter Stahlgerüste - der rechteckigen, der Satteldach- und der kubischen Einheit. Zusammengesetzt und aneinandergereiht erreicht das Hallenhaus die Abmessungen von 15 x 18 m bei einer Firsthöhe von 10 Metern. Zwei Module sind herausgenommen und, ebenfalls im Abstand des Haus-Rasters, in den Vorhof, den sogenannten Thingplatz, platziert worden. Ein Symbol für die Veränderbarkeit bzw. Ergänzung des Gesamtraumes.

Das Stahl-Skelett selbst ruht, der Akropolis in Athen ähnlich, auf einem “Sockel”, welcher als klare, umlaufende bauliche Kante angelegt ist und damit eine harte Abgrenzung zum Gelände bildet. Das Gelände schließt sich mit einem Höhenunterschied von ca. 40 bis 45 cm an, sodass man den Sockel als Sitzstufe nutzen kann. 
Die Stahlmodule selbst sind aus HEA-Profilen (breite Doppel-T-Träger) konstruiert, die mit Pigmentfarbe (Deutsche Bundesbahn Norm) anthrazit gestrichen wurden. 

Das Hallenhaus hat sich aufgrund seiner exponierten Lage als einer der Anziehungspunkte der Halde herauskristallisiert:

  • es markiert den Punkt der Halde, von dem aus man den “Überblick” hat
  • man fühlt "sich begrüßt", wenn man sich der Region über die Autobahnen A42 und A57 Neukirchen-Vluyn nähert
  • es ist die Verlängerung des Neukirchener Rings von Süd nach Norden fahrend
  • es ist der Ort, von dem Aktivitäten für die Halde und Umgebung ausgehen, wo man sich begegnet, trifft, ins Gespräch kommt, gemeinsam feiert
  • Vom Dachfirst des Hallenhauses aus senden drei Strahler ihr Licht in die Region, machen damit auch bei Dunkelheit aufmerksam und neugierig auf die Halde und ihre Angebote.

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