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Städtebauliche Projekte

Nachfolgend finden Sie einen Überblick über Projekte in Neukirchen-Vluyn, die sich derzeit in der konkreten Planung bzw. bereits in der Umsetzung befinden. Darüber hinaus sind wesentliche Projekte aufgeführt, die in jüngerer Vergangenheit abgeschlossen wurden. Mit diesen Vorhaben sollen insbesondere attraktive Wohnangebote geschaffen, Gewerbebetriebe gehalten und angesiedelt, Arbeitsplätze geschaffen, die Infrastruktur gestärkt sowie die Lebensqualität erhöht werden.

Revitalisierung des ehemaligen Zechenstandortes Niederberg (in Umsetzung)

Luftbild
Quelle: RAG Montan Immobilien GmbH (2018)

Ende des Jahres 2001 wurde die frühere Zeche Niederberg, die die beiden Orte Neukirchen und Vluyn trennte, geschlossen. Nach Schließung des Industriebetriebes eröffnete sich die Chance, auf einem rund 100 Hektar großen Areal ein neues Stadtquartier zu entwickeln, mit dem die beiden Orte wieder verbunden werden sollte.

Auf Grundlage eines städtebaulichen Rahmenplanes wurde ab 2006 die Revitalisierung der Brachfläche vorangetrieben. So entstanden auf der Nordfläche vier Wohnquartiere, die mehreren hundert Personen eine neue Heimat bieten. Im Südwesten des Areals haben sich inzwischen diverse Gewerbebetriebe und Dienstleister angesiedelt. Darüber hinaus wurden großzügige Grünflächen angelegt, insbesondere das sogenannte Landschaftsband nimmt einen hohen Stellenwert für die Naherholung ein.

Die Entwicklung der Fläche ist bisher sehr erfolgreich verlaufen, aber noch nicht abgeschlossen. So soll im nächsten Bauabschnitt der Bereich Niederberg-Südost rund um die historischen Gebäude zu einem modernen Stadtquartier entwickelt werden. Dieses soll künftig die Nutzungen Wohnen, Arbeiten und Freizeit vereinen.

Rahmenplan Niederberg

Strukturplan Niederberg Süd-Ost-Fläche

Leben auf dem Jahnplatz (in Umsetzung)

Plan für ein Neubaugebiet
Quelle: Planungsbüro ISR Innovative Stadt- und Raumplanung GmbH

Auf einem ehemaligen Sportplatz im Ortsteil Vluyn entsteht ein Neubaugebiet mit einer Kombination aus Mehr- und Einfamilienhäusern. In attraktiver Ortsrandlage werden dabei rund 80 Wohneinheiten errichtet. Die Grundstücke sind bereits komplett vermarktet. Derzeit läuft die Erschließung.

Wiesfurth-Gärten (in Umsetzung)

Luftbild
Quelle: Geonetzwerk Metropole Ruhr, Schrägluftbildviewer

Auf dem Gelände des ehemaligen Christlichen Jugenddorfs soll im Rahmen einer Gesamtmaßnahme unter den Aspekten des nachhaltigen Bauens und einer ressourcenschonenden Nutzung von vorhandenen Baukörpern ein familienfreundliches, generationenübergreifendes Wohnquartier entwickelt werden. Es besteht in diesem Zusammenhang die Absicht, neben der erfolgten Umnutzung des ehemaligen Mensa-Gebäudes mit Kita und drei Wohnungen die übrigen acht Bestandsgebäude im Rahmen der Revitalisierung einer Wohnnutzung zuzuführen.

Neubaugebiet am Neukirchener Ring (in Planung)

Planskizze
Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 165

Die Stadt Neukirchen-Vluyn plant aktuell ein ca. sieben Hektar großes Neubaugebiet entlang des Neukirchener Rings. Dieses Areal soll in zwei Bauabschnitten mit dem Schwerpunkt des nachhaltigen Bauens entwickelt werden. Angedacht ist eine Kombination aus Geschosswohnungsbau, modernen Wohnformen und Einfamilienhäusern. Auch geförderter Wohnungsbau ist vorgesehen. Die Realisierung des ersten Bauabschnittes ist für die Jahre 2024/25 anvisiert.

Zunächst soll im Rahmen des ersten Bauabschnittes eine rund 3,6 Hektar große Fläche unmittelbar nordwestlich des Kreisverkehrs Neukirchener Ring / Lindenstraße bebaut werden.

Planungsstand

Der Stadtrat hat im Juni 2020 den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Der Flächenkauf erfolgte nach entsprechendem Stadtratsbeschluss bereits 2003. Im Jahr 2021 wurde die Kooperation mit NRW.URBAN entschieden.

Den Bedarf für neuen Wohnraum stellte das wohnungswirtschaftliche Handlungskonzept aus dem Jahr 2019 fest. Hier wird insbesondere auf den Bedarf an kleineren Wohneinheiten und bezahlbaren Wohnraum verwiesen.

Die Bürgerinformationsveranstaltung war Teil der sogenannten „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ nach dem Baugesetzbuch. Hier werden grundsätzliche Pläne und Ideen präsentiert, Einlassungen sind möglich. Sie werden im weiteren Verfahren ausgewertet und abgewogen.

Es folgt danach die öffentliche Auslegung der dann konkretisierten Planunterlagen inklusive der von Fachbüros erarbeiteten Gutachten. Auch in dieser Phase können berechtigte Einwände vorgebracht werden, die die Verwaltung im Weiteren auswertet und der Politik vorlegt. Danach beschließt der Stadtrat die Planung, der Bebauungsplan tritt in Kraft. Erst dann sind Planungen konkreter Bauprojekte von Investoren und Bauherren gemäß der in der Konzeptvergabe beschlossenen Kriterien möglich.

Grundsätze

Das Neubaugebiet soll mit dem Schwerpunkt des nachhaltigen Bauens entwickelt werden. Um Klimaschutz und Klimaanpassung zu genügen ist geplant, Vorgaben und Gestaltungselemente festzulegen, die den Kriterien einer Klimaschutzsiedlung entsprechen. Die Stadt Neukirchen-Vluyn will so ein Zukunftsquartier etablieren. Wenig Verkehrsflächen, gemeinschaftliche Strukturen und viel Grün sollen das Wohnen für Jahrzehnte attraktiv machen.

Planvariante

Der Stadtentwicklungsausschuss hat im November 2022 aus sechs Entwürfen von NRW.URBAN die Variante 2A für die weitere Planung beschlossen. Der Plan kann im Ratsinformationssystem eingesehen werden: https://ris.neukirchen-vluyn.de/sdnetrim/UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZZLCjT3oENswBPCreiXtP74PjuyTDHPyoC0LVLDwPby1/A_08_Variante_2A.pdf

Wohnformen

Die Planvariante 2A sieht derzeit 140 bis 160 Wohneinheiten auf 3,6 Hektar vor. 30 Prozent davon werden geförderter Wohnungsbau sein. Mehrfamilienhäuser in Geschossbauweise sowie Reihenhäuser werden in dieser Variante vorgeschlagen.

In diesem Planungsstadium werden grundsätzliche Ideen und Konzepte vorgeschlagen und diskutiert. Im Rahmen des weiteren Verfahrens werden auch Details wie Nebengebäude auf den Grundstücken für Fahrräder oder Gartenbedarf, Behindertenstellplätze oder die Vorgartengestaltung konkretisiert. Eine Unterkellerung ist grundsätzlich möglich.

Gebäudestruktur

Die Höhe der Gebäude orientiert sich an der bereits bestehenden Bebauung auf der östlichen Seite des Neukirchener Rings und in der Lindenstraße. Im Süden und entlang des Neukirchener Rings sind drei Vollgeschosse plus Staffelgeschoss vorgesehen. Am Kreisverkehr ist eine Bebauung mit bis zu fünf Geschossen möglich. In Richtung Norden soll die Geschossigkeit abnehmen und beträgt bei Doppelhäusern zwei Vollgeschosse.

Mobilität und Quartiersgaragen

Die Planvariante zeichnet sich durch wenige Verkehrs- und Erschließungsflächen aus. Zwei Stichstraßen erschließen die Wohngebiete vom Neukirchener Ring aus. Die Häuser lassen sich von den beiden Wendekreisen über private Zuwegungen erreichen. Anlieferungen oder die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge sind so möglich.

Zum dauerhaften Parken sind zwei Quartiersgaragen im östlichen Bereich zum Neukirchener Ring vorgesehen, die gleichzeitig zur Abschirmung des Wohnens zur Straße hin dienen. Sie sollen maximal drei Stockwerke hoch sein. So ist an den Wohnhäusern Platz für gemeinschaftlich nutzbare Hofstrukturen. Weiterhin sollen die Garagen Ladesäulen für E-Mobilität und Fahrradabstellplätze enthalten. Auch eine Station für Car-Sharing ist angedacht. Die Stellplätze dort werden voraussichtlich vermietet, allerdings ausschließlich an Bewohner*innen von Die Blie. Regelungen zum Betreibermodell und Parkmöglichkeiten für Besucher*innen werden mit der Konkretisierung der Planungen getroffen.

Kita

Im Süd-Westen der Fläche, angrenzend an die Lindenstraße, ist eine viergruppige Kita geplant. Der Bedarf dafür konnte statistisch nachgewiesen werden. Der Außenbereich der Kita grenzt an die Ausgleichsfläche im Westen des Gebiets. Hier sind Stellplätze am Gebäude vorgesehen, um den Bring-/Holverkehr zu ermöglichen.

Ökologie

Das Grünkonzept sieht neben Bäumen und Sträuchern entlang der Straßen einen zentralen Grünbereich in Ost-West-Richtung vor, der sich in Richtung Westen zur landwirtschaftlichen Fläche hin öffnet. Er soll nicht nur der Aufenthaltsqualität dienen, sondern vor allem auch dem klimatischen Ausgleich des Quartiers und darüber hinaus auch der lokalen Versickerung. Die notwendigen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen, die bei Versiegelungen stets nachgewiesen werden müssen, sollen sowohl im Plangebiet selbst als auch im Bereich des Klingerhufs erfolgen.

Konzeptvergabe

Das Baugebiet soll verschiedenen Zielgruppen dienen. Familien mit Kindern sollen sich ebenso wohlfühlen wie Senior*innen und Alleinstehende. Die Quote von 30 Prozent gefördertem Wohnraum garantiert, dass sich auch Geringverdiener Mieten leisten können.

Die Grundstücke im Gebiet sollen nach Konzeptvergabe, sprich zuvor festgelegten Kriterien, erfolgen. Ausdrücklich ausgeschlossen ist die Vergabe nach Höchstpreisgebot. Wichtig sein werden u.a. Aspekte von Nachhaltigkeit beim Bauen sowie soziale Kriterien.

Interessentenliste

Wer sich für einen Neubau oder eine Wohnung im Zukunftsquartier interessiert, kann sich auf eine Interessentenliste bei NRW.URBAN setzen lassen. Dies gilt für Privatleute und Investoren gleichermaßen. Die Interessenten werden informiert, sobald das Verfahren fortgeschritten ist und Bewerbungen nach Konzeptvergabe möglich sind. Kontakt: jonas.schwarz@nrw-urban.de

Bebauung westlich des Göschel-Hauses (in Planung)

Quelle: Planungsbüro atelier stadt & haus

Die Brachfläche entlang des Bruckhausfelds, die nur kleinräumig (Garagenanlage) genutzt wurde, soll eine städtebauliche Umnutzung erfahren, die zu einer architektonischen Aufwertung des Umfeldes beiträgt. Ziel ist die Schaffung eines Gebäudes im Vluyner Zentrum, das sich grundsätzlich in die Bebauungsstruktur einpasst. Darin sollen insgesamt acht Wohneinheiten mit Wohnungsgrößen zwischen 70 m² und 100 m² entstehen. Um im Kernbereich von Vluyn im Bedarfsfall auch Büronutzungen zu ermöglichen, soll diese Nutzung ergänzend als zulässig festgesetzt werden.

Solarpark Hoschenhof (in Planung)

Feld neben einer Straße
Quelle: ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR

Vor dem Hintergrund des Ziels der Entwicklung von regenerativen Projekten zur Energiewende am linken Niederrhein hat die ENNI Solar GmbH für den Bereich des Geländes nördlich der Bundesautobahn A 40 zwischen Terniepenweg und dem Campingplatz neben der Littardschen Kendel eine Grundstücksanpacht vereinbart. Die Vorhabenträgerin plant dort die Errichtung eines Solarparks.

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